Die gerittene Arbeit

Das Führen des Pferdes über den Sitz

Das Reiten im Sinne der akademischen Reitkunst ist eine Jahrhunderte alte Kultur, basierend auf den Lehren alter Reitmeister. Diesen war schon damals bewusst, dass die Hinterhand des Pferdes geschult werden muss, damit der Sitz des Reiters die primäre Kommunikationshilfe darstellt. Hand, Gerte, Sporen und Schenkel haben eine sekundäre Bedeutung in der Kommunikation. Von Natur aus ist das Pferd nicht dazu geschaffen, auf seinem Rücken ein Reitergewicht zu tragen. Damit das Pferd möglichst unbeschadet und motiviert den Menschen tragen kann, ist es wichtig, die körperlichen und geistigen Grundlagen hierfür zu schaffen.

Es entsteht eine gemeinsame Sprache und ein Verständnis des jeweils anderen Körpers und Geistes.

Die Arbeit vom Boden ist sehr hilfreich, um diese muskulären Grundlagen beim Pferd auszubilden. Neben diesen Fertigkeiten erlernt es zusätzlich, welche Bedeutungen die verschiedenen Hilfengebungen haben. Es entsteht eine gemeinsame Sprache und ein Verständnis des jeweils anderen Körpers und Geistes. In der gerittenen Arbeit nutzen wir die Erreichbarkeit beider Hinterbeine unter den Schwerpunkt, um die verschiedenen Lektionen reiten zu können. Schulterbereich, Kruppeherein, Schulschritt, Piaffe, geschulter Galopp, Traversalen, Pirouetten, bis hin zu avancierteren Bewegungen wie Terre a Terre oder die Schulparade werden so zu einer logischen Entwicklung innerhalb der Ausbildung.

Mehr über die Akademische Reitkunst:

Freiarbeit mit dem Pferd
Boden- und Handarbeit
Longenarbeit